Campo de' Fiori, Historischer Platz im Zentrum Roms, Italien
Der Campo de' Fiori ist ein gepflasterter Platz in der Altstadt von Rom, wo vormittags ein Markt mit Obst, Gemüse, Blumen und regionalen Spezialitäten stattfindet. Rund um die Fläche reihen sich Häuser mit Restaurants, Bars und kleinen Geschäften, die sich nach dem Markt mit Tischen und Stühlen füllen.
Im Mittelalter war hier eine Wiese, bis Papst Kalixt III die Pflasterung 1456 anordnete und die Fläche zur Route zwischen Vatikan und Lateran wurde. Die Hinrichtungen auf dem Platz endeten im 19. Jahrhundert, nachdem hier Jahrhunderte lang öffentliche Strafen vollzogen wurden.
Der Name bedeutet übersetzt Blumenfeld und erinnert an die Zeit, als die Fläche noch unbebaut war und Wildblumen wuchsen. Heute zeigt eine Bronzestatue des Philosophen Bruno in der Mitte, wo er 1600 als Ketzer verbrannt wurde, während Einheimische am Morgen frische Waren einkaufen und abends an den Tischen der Lokale sitzen.
Der Markt findet von Montag bis Samstag vormittags statt und räumt gegen Mittag, wenn die Verkäufer ihre Stände abbauen. Nach 14 Uhr wird die Fläche ruhiger und abends füllen sich die Lokale mit Gästen, die draußen sitzen und essen.
Die Gassen rund um den Platz tragen noch immer Namen mittelalterlicher Handwerke wie die Via dei Balestrari für Armbrustmacher und die Via dei Cappellari für Hutmacher. Diese Bezeichnungen zeigen, wo einst Werkstätten standen und Zünfte ihre Waren anboten, bevor Handel und Wohnen die Gebäude füllten.
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