Kolmannskuppe, Geisterstadt in der Namibwüste, Namibia
Kolmannskuppe ist eine verlassene Minierstadt in der Namib-Wüste, die aus zahlreichen Gebäuden besteht, darunter Wohnhäuser, ein Krankenhaus, eine Schule und ein Theater. Sand hat sich durch Fenster und Türen in die meisten Strukturen eingegraben und füllt die Innenräume teilweise bis zur Decke.
Deutsch-Diamantenjäger gründeten das Dorf 1908 nach einem Diamantenfund. Das Dorf wurde schnell zu einer der wichtigsten Diamantenstädte der Welt, bevor die Minen allmählich in der Mitte des Jahrhunderts aufgegeben wurden.
Die Gebäude zeigen den deutschen Baustil der frühen 1900er Jahre mit klaren Linien und ausgeglichenen Proportionen, die an die Wüstenbedingungen angepasst sind. Man kann in den Räumen noch Möbel und Dekorationen sehen, die zeigen, wie die Bewohner hier gelebt haben.
Der Ort ist täglich zugänglich und von Lüderitz aus erreichbar. Besucher sollten Wasser mitbringen, da es auf dem Gelände wenig Schatten gibt und die Hitze intensiv sein kann.
Viele Räume enthalten noch persönliche Gegenstände, die von früheren Bewohnern zurückgelassen wurden, darunter alte Fotos, Geschirr und Spielzeug. Diese intimen Relikte bieten einen seltenen Blick auf den Alltag einer Wüstensiedlung.
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