Ybycuí National Park, Naturreservat mit Wasserfällen und Gießereiruinen in Paraguari, Paraguay
Das Schutzgebiet erstreckt sich über 5000 Hektar mit steilen Hügeln bis 400 Meter Höhe, durchzogen von zahlreichen Bächen, die Wasserfälle und natürliche Becken bilden. Die Landschaft umfasst dichte Wälder, Felsformationen und mehrere Wanderwege, die zu verschiedenen Aussichtspunkten und Wasserstellen führen. Innerhalb der Grenzen befinden sich archäologische Überreste industrieller Anlagen aus dem 19. Jahrhundert, die zwischen der natürlichen Vegetation erhalten geblieben sind.
Die Eisengießerei La Rosada entstand in den 1850er Jahren als Teil von Carlos Antonio López' Industrialisierungsprogramm und produzierte Eisenerzeugnisse für Infrastrukturprojekte und militärische Zwecke. Brasilianische Truppen zerstörten die Anlage 1869 während des Tripel-Allianz-Krieges, woraufhin die Produktion endete und die Gebäude dem Verfall überlassen wurden. Das Gebiet erhielt 1973 den Status eines Nationalparks zur Bewahrung der historischen Stätten und natürlichen Ökosysteme für künftige Generationen.
Der Park bewahrt Überreste der historischen Eisengießerei La Rosada, die während Carlos Antonio López' Modernisierungsprogramm als eine der ersten Industriestätten Paraguays diente und heute als Monument für den technologischen Fortschritt des 19. Jahrhunderts gilt. Die Anlage symbolisiert Paraguays Bemühungen um wirtschaftliche Unabhängigkeit vor dem Tripel-Allianz-Krieg und zieht Besucher an, die sich für die industrielle Entwicklung Südamerikas interessieren.
Der Park ist montags bis samstags von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, sonntags ab 9:00 Uhr. Besucher erreichen das Gebiet über die Ruta 1 von Asunción aus in etwa 150 Kilometer Entfernung, dann auf Nebenstraßen Richtung Ybycuí. Vor Ort gibt es Einrichtungen wie Toiletten, Picknickplätze und markierte Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsgrade, während Campingmöglichkeiten nach vorheriger Anmeldung verfügbar sind.
Im Park leben 42 Säugetierarten, 129 Vogelarten und mehrere Amphibien- sowie Reptilienspezies, darunter gefährdete Tiere wie Pumas und Ozelots, die in den dichten Waldgebieten Schutz finden. Die 12 Meter hohen Guaraní-Wasserfälle bilden natürliche Schwimmbereiche, wo Besucher in klaren Gewässern baden können, die sich in Felsbecken sammeln und von üppiger Vegetation umgeben sind.
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