Entrée Abri Sadi Carnot, Bunker-Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs in Brest, Frankreich.
Der Eingang Abri Sadi Carnot führt in ein unterirdisches Tunnelsystem, das sich etwa 300 Meter lang von der Rue Sadi Carnot bis zum Militärtor von Tourville erstreckt. Das Netzwerk verbindet mehrere Kammern, die während des Krieges zum Schutz der Bevölkerung dienten und heute Ausstellungen mit historischen Fotografien und persönlichen Berichten zeigen.
Die Anlage wurde 1943 von deutschen Truppen als Schutzanlage gebaut und war Teil der Küstenbefestigung. Das Bauwerk wurde berühmt durch die Katastrophe vom 9. September 1944, als eine Explosion über 371 Zivilisten das Leben kostete.
Der Ort trägt den Namen der nahe gelegenen Straße und dient heute als Gedenkstätte mit künstlerischen Interventionen, die an die Zivilisten erinnern, die dort starben. Die Inschriften und Porträts schaffen einen Raum, in dem Besucher die menschliche Dimension dieser Geschichte unmittelbar erfassen können.
Der Besuch erfolgt in organisierten Führungen, die den Zugang zu den unterirdischen Räumen ermöglichen und umfangreiche Informationen vermitteln. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und sich auf kühle, feuchte Bedingungen einstellen, die typisch für unterirdische Anlagen sind.
Nach dem Krieg wurde die Anlage in den 1960er Jahren umfunktioniert und diente zeitweise als Atomschutzbunker während des Kalten Krieges. Diese Umwandlung zeigt, wie militärische Strukturen unterschiedliche Zwecke erfüllt haben und letztendlich einem neuen Gedankens der Erinnerung Platz machten.
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