Palombaro Lungo - Cisterna Ipogea
Palombaro Lungo ist eine große unterirdische Wassersammelbecken unter dem Platz Vittorio Veneto im Zentrum von Matera, ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert. Die Struktur entstand durch Verbindung mehrerer natürlicher Höhlen und erstreckt sich etwa 50 Meter in der Länge und etwa 15 Meter in der Tiefe, mit abgerundeten Wänden aus hellgelbem Kalkstein, die mit wasserdichtem Cocciopesto beschichtet sind.
Die Cisterne wurde in ihrer heutigen Form gegen Ende des 19. Jahrhunderts unter Leitung des Ingenieurs Rosi fertiggestellt, entstand aber durch Verbindung von Höhlen, die viel länger genutzt wurden. Sie versorgte Matera über 150 Jahre lang mit Wasser, bis 1927 das Pugliese-Aquädukt-System die Versorgung übernahm und die Cisterne obsolet machte.
Der Name Palombaro könnte vom lateinischen Wort für Tauchen stammen, während Lungo einfach die Größe der Struktur beschreibt. Die Einheimischen nutzten die Cisterna als zentralen Punkt ihrer Wasserversorgung, und noch heute sieht man an den Wänden die runden Abdrücke der Eimer, die Generationen von Bürgern hinabließen.
Der Zugang erfolgt über Piazza Vittorio Veneto im Stadtzentrum, wo die Öffnung der Cisterne sichtbar ist. Die Besichtigung von innen erfolgt auf Metallstegen, die über das Wasser führen oder über den trockenen Boden, und bietet gute Sicht auf die gesamte Struktur.
1991 wurde die Cisterne von Enzo Viti und seinem Team wiederentdeckt, das die trockene unterirdische Struktur mit dem Boot erkundete, obwohl sie lange Zeit vergessen war. Besonders interessant ist die Trockenzone namens La Spiaggetta, wo verlorene Eimer noch heute aus dem Boden schauen, als Zeugnis früherer Generationen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.