Casa Grotta nei Sassi
Casa Grotta nei Sassi ist ein Wohnhaus aus Stein im Viertel Sasso Caveoso, das in Felsen gehauen wurde und zeigt, wie Menschen dort bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts lebten. Das kleine Haus besteht aus einem einzigen Raum mit einem Herd in der Mitte, Bettrahmen mit Maisstrohmateratzen, eisernen Bettgestellen und einer angrenzenden Stallabteilung für Tiere und Vorräte.
Das Haus wurde vor langer Zeit in den Felsen gehauen und erhielt seine letzte Umgestaltung im 18. Jahrhundert. Es war bis 1956 bewohnt, als ein Gesetz die Räumung aller Menschen aus den Sassi-Vierteln anordnete und viele Familien zum Umzug zwang.
Der Name bezieht sich auf die in Felsen gehauene Bauweise, die für die Sassi-Viertel charakteristisch ist. Besucher sehen hier, wie Familien in einem einzigen Raum lebten, Mensch und Tier teilten denselben Platz, und alltägliche Gegenstände zeigen die praktischen Lösungen, die Menschen entwickelten, um mit wenigen Mitteln zu überleben.
Das Museum ist das ganze Jahr über täglich geöffnet und kann zu Fuß durch die engen Gassen des Sasso Caveoso erreicht werden, ganz in der Nähe der Kirche San Pietro Caveoso. Besucher dürfen fotografieren und können sich Erklärungen in mehreren Sprachen anhören, wobei die Führung etwa 20 Minuten dauert.
Das Haus wurde von einer elfköpfigen Familie bewohnt, die den Platz mit einem Maultier und anderen Tieren teilte und sogar Mist lagerte, um zusätzliche Wärmequellen zu schaffen. Besucher können auch heute noch sehen, wie Abfallmaterialien wie alte Gummireifen zu praktischen Gegenständen umgewandelt wurden, was die Ressourcenknappheit jener Zeit widerspiegelt.
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