Toulouse-Matabiau, Bahnhof in Toulouse, Frankreich
Toulouse-Matabiau ist der Hauptbahnhof von Toulouse im Südwesten Frankreichs, gelegen im Stadtzentrum und direkt an das U-Bahn-Netz angeschlossen. Der Bau aus Kalkstein verfügt über mehrere Bahnsteige und zwei große Eingangshallen, die durch Gänge und Korridore miteinander verbunden sind.
Der Bahnhof wurde zwischen 1903 und 1905 vom Architekten Marius Toudoire erbaut, der auch den Bahnhof von Bordeaux entwarf, und ersetzte ein älteres, kleineres Gebäude. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Anlage mehrfach erweitert, um dem wachsenden Reiseaufkommen gerecht zu werden.
Der Name Matabiau stammt aus dem alten Viertel rund um den Bahnhof und ist mit der Legende des Märtyrers Saturnin verbunden, wobei der Name wörtlich 'töte den Stier' bedeutet. Die Fassade des Gebäudes trägt 26 Wappen, die die damals angebundenen Ziele der Bahnlinien darstellen, was dem Bauwerk ein unverwechselbares Gepräge gibt.
Der Bahnhof liegt im Stadtzentrum von Toulouse und ist zu Fuß leicht erreichbar, wobei die U-Bahn-Linie A direkt darunter hält. Der Zugang zu den Bahnsteigen erfolgt über unterirdische Gänge, und das Gebäude ist auf Reisende mit eingeschränkter Mobilität ausgerichtet, mit klarer Beschilderung in der gesamten Anlage.
Der für den Bau verwendete Kalkstein stammt aus der römischen Stadt Saintes, was der Fassade eine unerwartete Herkunftsgeschichte verleiht. Bemerkenswert ist außerdem, dass der Architekt Marius Toudoire beide Bahnhofsgebäude, Toulouse und Bordeaux, nach nahezu identischem Schema entworfen hat, sodass die beiden Bauwerke sich bis heute stark ähneln.
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