Mairie de Roubaix, Rathaus und historisches Denkmal in Roubaix, Frankreich
Die Mairie de Roubaix ist das Rathaus der Stadt Roubaix im Norden Frankreichs, ein eklektisches Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert auf der Grand-Place. Die mehr als 100 Meter lange Fassade aus Stein wird von einem zentralen Glockenturm überragt und ist mit zahlreichen Skulpturen verziert.
Das heutige Gebäude wurde 1911 eingeweiht und ersetzte ein älteres Rathaus aus dem Jahr 1845, das mit dem schnellen Wachstum der Stadt nicht mehr Schritt halten konnte. Im Ersten Weltkrieg nutzten deutsche Truppen das Gebäude als Kommandozentrale, bevor es nach 1918 seiner ursprünglichen Funktion zurückgegeben wurde.
Die Fassade des Rathauses ist mit Skulpturen geschmückt, die verschiedene Schritte der Textilherstellung zeigen, vom Baumwollanbau bis zum Weben. Diese Bilder erinnern an die Zeit, als Roubaix ein wichtiges Zentrum der Stoffproduktion war, und sind noch heute beim Vorbeigehen gut zu erkennen.
Das Rathaus liegt direkt auf der Grand-Place, dem zentralen Platz von Roubaix, und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Da es sich um ein aktives Verwaltungsgebäude handelt, sind die zugänglichen Bereiche im Inneren begrenzt, außer bei besonderen Veranstaltungen oder Führungen.
Der Architekt Victor Laloux entwarf das Gebäude, nachdem er bereits den Pariser Bahnhof Orsay fertiggestellt hatte, der heute das Musée d'Orsay beherbergt. Im Inneren zeigt ein Wandgemälde im Saal Pierre de Roubaix die Geschichte mittelalterlicher Tuchhändler, die der Stadt besondere Rechte erkämpften.
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