Die Anis aus Flavigny, Konfiserie und Museum in Flavigny-sur-Ozerain, Frankreich
Les Anis de Flavigny ist eine traditionelle Konfiserie und ein kleines Museum im mittelalterlichen Dorf Flavigny-sur-Ozerain in Burgund. Die Bonbons, kleine runde Pastillen mit Aniskern, werden noch heute in den alten Steingebäuden des ehemaligen Klosters hergestellt und verkauft.
Das Gebäude war einst ein karolingisches Benediktinerkloster, in dem Mönche und später Nonnen Heilpflanzen anbauten und Kräutermedizin herstellten. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich daraus die Herstellung von Anisbonbons, die nach der Auflösung des Klosters während der Französischen Revolution von Privatunternehmern weitergeführt wurde.
Die Anis-Bonbons von Flavigny werden seit Jahrhunderten in denselben kleinen ovalen Metalldosen verkauft, die man fast überall in Frankreich kennt. Die Dose selbst ist für viele Menschen ein Erinnerungsstück aus der Kindheit.
Der Besuch umfasst sowohl die Fabrik als auch den Museumsbereich, sodass man für beides Zeit einplanen sollte. Am Ende gibt es einen Laden, in dem man Bonbons kaufen und probieren kann, bevor man sich entscheidet.
Jedes einzelne Bonbon entsteht, indem ein Aniskorn über mehrere Tage hinweg Schicht für Schicht mit Zuckersirup überzogen wird, bis es seine runde Form erreicht. Dieser Prozess, der sogenannte Dragierung, dauert etwa 15 Tage pro Charge und wird noch heute auf dieselbe Weise durchgeführt wie vor Jahrhunderten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.