Cathédrale Notre-Dame, Gotische Kathedrale in der Altstadt von Rouen, Frankreich
Die Kathedrale Notre-Dame von Rouen ist eine gotische Kathedrale im Herzen der Altstadt, die zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert erbaut wurde. Ihre reich verzierte Westfassade mit drei Türmen und Hunderten von Skulpturen sowie eine schlanke Turmspitze aus Gusseisen prägen das Stadtbild.
An dieser Stelle befand sich bereits im 4. Jahrhundert eine christliche Kirche, doch das heutige Gebäude entstand hauptsächlich nach einem Normannensturm im frühen 9. Jahrhundert und wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder erweitert. Blitzeinschläge, Religionskriege und Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg hinterließen Schäden, die nach und nach restauriert wurden.
Die Kathedrale ist vor allem dafür bekannt, dass Claude Monet sie zwischen 1892 und 1893 als Motiv für eine Serie von 28 Gemälden wählte, um darzustellen, wie das Licht die Fassade im Laufe des Tages verändert. Diese Bilder gehören zu den bekanntesten Werken des Impressionismus und hängen heute in Museen auf der ganzen Welt.
Die Kathedrale liegt mitten in der Altstadt von Rouen, umgeben von engen Gassen und alten Fachwerkhäusern, die zu Fuß gut erreichbar sind. Ein Besuch lohnt sich sowohl bei Tageslicht, um die Buntglasfenster von innen zu sehen, als auch im Sommer, wenn die Fassade abends mit Lichtprojektionen beleuchtet wird.
Das Herz Richard Löwenherz ist in der Kathedrale begraben, getrennt von seinem übrigen Körper, der in der Abtei Fontevraud ruht. Die Gusseisen-Turmspitze, die im 19. Jahrhundert nach einem Blitzschlag errichtet wurde, war zu ihrer Zeit eine technische Neuerung und war für kurze Zeit das höchste Bauwerk der Welt.
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