Grüne Trasse René-Dumont, Garten in Paris, Frankreich
Die Coulée verte René-Dumont ist ein langer, schmaler Garten im 12. Arrondissement von Paris, der auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse angelegt wurde. Der Weg verläuft abwechselnd auf einem erhöhten Viadukt, ebenerdig durch Grünanlagen und durch Tunnels unter den Straßen der Stadt.
Die Eisenbahnlinie, auf der der Garten heute liegt, wurde 1859 gebaut und verband die Bastille mit Vincennes. Sie wurde 1969 stillgelegt und erst in den 1980er Jahren begann die Umgestaltung der Strecke im 12. Arrondissement in eine Grünanlage, die 1993 für die Öffentlichkeit geöffnet wurde.
Die Coulée verte René-Dumont trägt den Namen des französischen Umweltaktivisten René Dumont, der sich früh für ein Gleichgewicht zwischen Stadt und Natur einsetzte. Unter den Bögen des alten Eisenbahnviadukts im westlichen Teil haben sich heute Kunsthandwerker und Galerien angesiedelt, die man beim Vorbeigehen beobachten kann.
Der Weg beginnt in der Nähe der Place de la Bastille und endet an der Porte de Montempoivre am Boulevard Périphérique. Aufzüge, Rampen und Treppen ermöglichen den Zugang zum erhöhten Abschnitt, einige können jedoch außer Betrieb sein. Der westliche Teil ist nur für Fußgänger, im östlichen Teil können auch Fahrradfahrer fahren.
Die Coulée verte war 1993 das erste Stadtprojekt der Welt, das eine stillgelegte Eisenbahnlinie in eine Grünanlage umwandelte, noch vor der berühmten High Line in New York. In den Tunneln und unter den Brücken des Weges leben Fledermäuse, die man in den Sommerabenden manchmal bei niedrigem Flug beobachten kann.
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