Eginhard-Brunnen, Fußweg und Brunnen im Marais, Paris
Die Fontaine Éginhard ist eine alte Steinbrunnen-Anlage ohne Wasser in einer engen, gepflasterten Sackgasse im Marais-Viertel des 4. Arrondissements von Paris. Die Gasse ist etwa 3 Meter breit, hat einen mittigen Rinnstein und steinerne Poller, die Fußgänger vom Fahrzeugverkehr trennen.
Die Gasse taucht bereits im 14. Jahrhundert unter dem Namen 'Ruelle Saint-Paul' in Dokumenten auf und gehört damit zu den ältesten erhalten gebliebenen Wegen im Marais. Im 17. Jahrhundert erwarben die Schwestern von Sainte-Anastase das Grundstück und ließen die Gebäude errichten, die die Straße heute noch prägen.
Die Rue Éginhard liegt im Marais, einem Viertel, das seit Jahrhunderten von Handwerkern, Ordensleuten und Intellektuellen bewohnt wurde. An einigen Türen der Straße sind noch schmiedeeiserne Monogramme mit den Initialen 'SA' zu sehen, die an die Schwestern des Krankenhauses Sainte-Anastase erinnern, die hier einst lebten.
Die Gasse ist zu Fuß zugänglich und am besten als Teil eines Spaziergangs durch das Marais-Viertel zu besuchen. Da die Straße sehr schmal ist, empfiehlt es sich, außerhalb der belebten Stunden zu kommen, um den Ort in Ruhe erkunden zu können.
An der Ecke zur Rue Charlemagne ist noch eine in Stein gemeißelte Inschrift mit dem alten Straßennamen 'Rue Neuve St Anastase' zu sehen. Dieser Name verweist auf eine Epoche, in der das Viertel eng mit dem religiösen Leben der Stadt verknüpft war, noch bevor es im Second Empire umbenannt wurde.
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