Das Dorf Saint-Paul, Stadtviertel im Marais, Paris, Frankreich
Le Village Saint-Paul ist ein kleines Viertel im Marais im 4. Arrondissement von Paris, das aus verwinkelten Durchgängen und engen Gassen besteht. Die Gebäude bestehen aus altem Stein, und die Läden sind über mehrere miteinander verbundene Innenhöfe verteilt, die man von der Rue Saint-Paul oder der Rue des Jardins-Saint-Paul aus betritt.
Das Gebiet geht auf das 13. und 14. Jahrhundert zurück, als ein Weg die Seine mit einem von Saint-Éloi angelegten Friedhof verband. Später ließ Karl V. in der Nähe einen Königspalast errichten, der von Gärten umgeben war und dem Viertel seine bescheidene, von großen Achsen abgewandte Struktur gab.
Die Rue Lions-Saint-Paul soll ihren Namen von der königlichen Menagerie Karls V. haben, die einst auf diesem Gelände stand. Es heißt, dort seien die ersten Löwen Europas gehalten worden, was dem Viertel eine fast vergessene tierische Vergangenheit verleiht.
Das Viertel ist zu Fuß am besten zu erkunden, da die Durchgänge sehr eng sind. Es liegt in der Nähe der Metrostationen Saint-Paul und Sully-Morland, von denen aus man es in wenigen Minuten zu Fuß erreicht.
Obwohl das Viertel heute für seine Antiquitätenhändler bekannt ist, organisierten die Händler gelegentlich Nachtöffnungen, bei denen man die Innenhöfe am Abend in einem ganz anderen Licht erleben kann. Die Architektur der Innenhöfe stammt größtenteils aus dem Mittelalter, was sie zu einem der wenigen Orte in Paris macht, wo man diese Struktur noch so klar erkennen kann.
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