Quai André Citroën, Kai am linken Seineufer im 15. Arrondissement, Paris
Der Quai André Citroën ist ein Kai am linken Ufer der Seine im 15. Arrondissement von Paris. Er erstreckt sich flussabwärts vom Pont Mirabeau bis zum Pont du Garigliano und verbindet sich an beiden Enden mit benachbarten Kais.
Das Gebiet hieß früher Quai de Javel, nach einem alten Dorf mit kleinem Hafen, das einst hier stand. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichtete André Citroën auf diesem Gelände eine große Automobilfabrik, die bis Mitte der 1970er Jahre in Betrieb blieb. Nach der Schließung wurde das Fabrikgelände in den Parc André Citroën umgewandelt, und 1958 erhielt der Kai seinen heutigen Namen.
Der Quai André Citroën trägt den Namen eines Ingenieurs, der hier einst eine der bedeutendsten Automobilfabriken Frankreichs betrieb. Der frühere Name des Kais, Quai de Javel, lebt im Wort "Javel" weiter, das im Französischen Bleichmittel bedeutet und an eine alte chemische Industrie in diesem Viertel erinnert.
Der Kai ist zu Fuß gut begehbar und bietet einen offenen Blick auf die Seine sowie auf die gegenüberliegenden Ufer. Er liegt in der Nähe des Parc André Citroën, sodass ein Spaziergang zwischen beiden Orten lohnt. Der Standort der France-Télévision-Zentrale am südlichen Ende gibt gute Orientierung beim Erkunden des Kais.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Fabrikgebäude zur Herstellung von Granaten und Munition für die französische Armee genutzt, nicht mehr für Autos. Die Fabrik beschäftigte damals viele Frauen, die Seite an Seite mit Männern arbeiteten, was für die damalige Zeit ungewöhnlich war.
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