Cripta di San Sepolcro, Krypta in Mailand, Italien
Die Cripta di San Sepolcro ist eine unterirdische Krypta unter der gleichnamigen Kirche im historischen Zentrum von Mailand. Die Krypta liegt auf dem Gelände des alten römischen Forums der Stadt und besitzt einen Gewölbeboden aus Steinplatten, darunter antike Marmorplatten mit sichtbaren Wagenspuren.
Die Kirche San Sepolcro wurde 1030 von Benedetto Rozzone, dem Leiter der Münzstätte, auf den Ruinen des antiken römischen Forums errichtet. Nach den Kreuzzügen erhielt sie den Namen Heiliges Grab, um die Erinnerung an das Grab Jesu in Jerusalem zu bewahren.
Die Krypta gilt seit dem Mittelalter als spirituelles Zentrum Mailands. San Carlo Borromeo nannte sie den "Nabel der Stadt" und betete hier regelmäßig; sein Andenken lebt in einer kleinen Terrakotta-Statue fort, die ihn in stiller Andacht zeigt.
Der Zugang zur Krypta erfolgt über eine Treppe, daher ist es ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und entsprechende Kleidung für ein kühles, halbdunkles Untergeschoss mitzubringen. Führungen werden in Kleingruppen angeboten, was einen ruhigen Besuch ermöglicht; es empfiehlt sich, rechtzeitig zu erscheinen.
Leonardo da Vinci zeichnete die Krypta während seines Aufenthalts in Mailand und markierte San Sepolcro auf einer kleinen Stadtkarte, die heute in der Biblioteca Ambrosiana aufbewahrt wird. Einige der Bodenplatten stammen aus dem alten Forum und tragen noch die eingeritzten Spuren von Wagenrädern aus der Römerzeit.
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