Pinacoteca Ambrosiana, Kunstmuseum nahe dem Dom, Mailand, Italien
Die Pinacoteca Ambrosiana ist ein privates Kunstmuseum im Herzen Mailands, unweit des Doms gelegen, das Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen aus mehreren Jahrhunderten zeigt. Die Räume sind in verschiedene Säle unterteilt, die jeweils unterschiedliche Schulen und Epochen präsentieren, wobei italienische Meister den Kern der Sammlung bilden.
Kardinal Federico Borromeo gründete das Haus 1618 als Teil einer umfassenderen Institution mit Bibliothek und Kunstakademie. Die Sammlung erweiterte sich durch Schenkungen und Ankäufe, wobei die Verbindung zu kirchlichen Kreisen über Jahrhunderte den Charakter der Galerie prägte.
Der Name verweist auf den heiligen Ambrosius, der seit Jahrhunderten als Schutzpatron von Mailand verehrt wird und dessen Einfluss sich durch viele städtische Institutionen zieht. Besucher sehen heute einen Raum, in dem italienische Tradition und religiöse Bildung verschmelzen, denn das Haus öffnet sich als öffentliche Sammlung mit spirituellem Hintergrund.
Der Eingang liegt in einer Seitenstraße nahe der Piazza del Duomo, sodass sich die Galerie gut mit anderen zentralen Sehenswürdigkeiten verbinden lässt. Ein Aufzug und breite Gänge erleichtern den Zugang für Rollstuhlfahrer, wobei das Erdgeschoss die meisten Hauptwerke zeigt.
Ein Vorzeichnungskarton zu Raffaels Fresko Die Schule von Athen hängt hier im Original, das Raphael selbst als Vorlage für die vatikanische Wandmalerei nutzte. Dieser großformatige Entwurf zeigt in Originalgröße Teile der Komposition und gibt einen seltenen Einblick in die Arbeitstechnik der Renaissancemeister.
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