Marienbad, Kurstadt in der Region Karlovy Vary, Tschechische Republik.
Mariánské Lázně ist eine Kurstadt im Okres Cheb der Region Karlovy Vary in Tschechien, gelegen in bewaldeten Hügeln nahe der deutschen Grenze. Über einhundert Mineralquellen durchziehen das Stadtgebiet, von denen 53 weiterhin für therapeutische Behandlungen genutzt werden.
Das Dorf Úšovice wurde 1273 zum ersten Mal erwähnt, blieb aber bis Ende des 18. Jahrhunderts eine kleine Ansiedlung. Zwischen 1779 und 1820 verwandelte der Arzt Josef Nehr den Ort in ein international bekanntes Heilbad, das bald Gäste aus ganz Europa anzog.
Der Name des Ortes leitet sich von einer kleinen Marienkapelle ab, die im Wald über einer der Quellen errichtet wurde. Heute verleiht das kolonnadengesäumte Zentrum der Stadt ein ruhiges, zurückhaltendes Erscheinungsbild, das an die europäischen Kurbäder des 19. Jahrhunderts erinnert.
Die meisten öffentlichen Quellen sind im Zentrum leicht zu Fuß erreichbar, wobei einige Kolonnaden auf Hügeln liegen und mäßiges Gehen erfordern. Die Wassertemperatur der Quellen liegt konstant zwischen 7 und 10 Grad Celsius, daher sind sie eher zum Trinken als zum Baden bestimmt.
Eine Million Flaschen Mineralwasser aus der Kreuzquelle werden jährlich exportiert, wobei das Wasser unter dem historischen Namen Sal teplensis verkauft wird. Dieser lateinische Name verweist auf die frühe medizinische Anerkennung der mineralischen Zusammensetzung der Quelle.
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