Heiliger Georg, Bronzene Reiterstatue auf der Prager Burg, Tschechische Republik
Die Statue des Heiligen Georg ist eine bronzene Reiterplastik im dritten Hof der Prager Burg. Sie zeigt den Heiligen als Ritter in Plattenrüstung mit Lanze, der einen Drachen tötet, und steht auf einem zerklüfteten Felsen mit Reliefs von Pflanzen und kleinen Tieren. Das Original aus dem 14. Jahrhundert wurde 1967 durch eine Kopie ersetzt.
Der Bronzeguss entstand 1373 nach einer von Bohuslav Balbín überlieferten Tradition durch die siebenbürgisch-sächsischen Brüder Martin und Georg von Clussenberch, dem heutigen Cluj; Václav Hájek nennt dagegen Václav Špehéř. Weitere Werke der Brüder standen in Oradea, bis sie in den Türkenkriegen des 17. Jahrhunderts eingeschmolzen wurden. Beim Brand von 1541 beschädigt, verlor die Statue 1562 den Pferdekopf; der Glockengießer Tomáš Jaroš goss Pferd und Drachen neu.
Der Heilige Georg wird hier als Schutzheld gegen das Böse gezeigt, wie es in der mittelalterlichen Tradition Europas üblich war. Die Figur zu Pferd mit der Lanze verkörpert einen Glauben, der in vielen Kulturen dieser Zeit verbreitet war.
Die Statue befindet sich auf einem Innenhof der Burg und kann den ganzen Tag über besichtigt werden, ohne dass Eintrittsgebühren anfallen. Der Platz ist leicht zu Fuß erreichbar und ermöglicht es Besuchern, die Bronzefigur aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Die originale Bronze von 1373 wurde 1967 durch eine Kopie ersetzt; das Original ist heute in der Ausstellung „Geschichte der Prager Burg“ im Alten Königspalast zu sehen. Weitere Kopien stehen im Lapidarium des Nationalmuseums sowie in Cluj, Budapest und Szeged.
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