Biosphärenreservat Krkonoše/Karkonosze, Grenzüberschreitendes Biosphärenreservat zwischen Tschechien und Polen.
Das Krkonose/Karkonosze ist ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet zwischen der Tschechischen Republik und Polen mit Wäldern, alpinen Wiesen und Hochmooren in unterschiedlichen Höhenlagen. Die Landschaft wird geprägt durch diese vielfältigen Ökosysteme, die sich je nach Höhe und Exposition unterscheiden.
Die UNESCO erklärte das Krkonoše/Karkonosze-Gebirge 1992 zum Biosphärenreservat, das sich Tschechien und Polen teilen. Ein tschechisch-polnisches bilateralisches Gremium aus Fachleuten verwaltet das Reservat mit finanzieller Unterstützung der Global Environment Facility. Neben dem Biosphärenreservat Ostkarpaten ist es eine von nur zwei funktionierenden grenzüberschreitenden Verwaltungsstrukturen im MAB-Programm.
Der Name Krkonoše stammt wohl vom altslawischen „krk“ oder „krak“ für Krummholz und von „noš“, abgeleitet von „nosit“, tragen. Die Rodung der Wälder um die Berghütten schuf artenreiche Bergwiesen, die durch alpine Weidewirtschaft erhalten wurden und die Landschaft bis heute prägen.
Das Gebiet ist über mehrere Eingangspunkte erreichbar, darunter Städte wie Karpacz und Jelenia Góra auf der polnischen Seite. Ein dichtes Netz von markierten Wanderwegen und Skianlagen erleichtert die Erkundung in verschiedenen Jahreszeiten.
Das Reservat ist eines von nur zwei grenzüberschreitenden Biosphärenreservaten, in denen tschechische und polnische Behörden die Verwaltung teilen: über einen bilateralen Fachausschuss, neun Arbeitsgruppen und Mittel der Globalen Umweltfazilität. Die Sitze liegen in Vrchlabí und Jelenia Góra.
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