Morro Moreno National Park, Nationalpark und Naturschutzgebiet an der Küste von Antofagasta, Chile.
Der Nationalpark Morro Moreno schützt die Halbinsel Mejillones, eine 60 km lange Landzunge, die etwa 20 km in den Pazifik ragt. Der namensgebende Morro erreicht 1.100 Meter und besitzt fünf Aussichtspunkte, darunter den Mirador de la Bahía auf 700–950 Metern, von dem aus Nebeloasen zu sehen sind. Der Park liegt 65 km nördlich von Antofagasta und ist über Juan López, Playa Bolsico oder Quebrada Bolsico erreichbar.
Anfang der 2000er Jahre trieb das regionale Biodiversitätskomitee mit CONAMA und der Regionalregierung von Antofagasta den Schutz von Morro Moreno voran, das 2002 als vorrangiger Biodiversitätsstandort eingetragen wurde. Die CONAMA finanzierte von 2005 bis 2010 Projekte des Umweltschutzfonds. Das Gründungsdekret wurde am 28. Januar 2010 unterzeichnet und am 15. April 2010 veröffentlicht; es schützt die Halbinsel Mejillones.
In La Aguada, an den unteren Hängen des Morro, stehen die Pircas einer indigenen Siedlung, die wohl wegen des Süßwassers gewählt wurde, das aus der Klippe austritt. Die Stätte ist durch Plünderungen stark beschädigt. Von Altos de La Aguada blickt man auf die Siedlung und den Leuchtturm Punta Tetas; die älteste Siedlung des Gebiets lag in der Quebrada de las Conchas.
Das Schutzgebiet ist von Antofagasta aus zugänglich und bietet mehrere Wanderwege für Besucher mit unterschiedlicher Kondition. Die Frühlings- und Herbstmonate bieten mildere Temperaturen und bessere Bedingungen für Wanderungen und Naturbeobachtung.
Das Gebiet hat eine besondere Rolle der Küstennebel, der Pflanzen in der sonst trockenen Landschaft zum Wachstum verhilft und spezialisierte Lebensräume schafft. Diese feuchtigkeitsreichen Nebel sind ein wichtiger Faktor für die Existenz von Arten, die sonst in dieser Wüstenregion nicht überleben könnten.
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