Chacabuco, Ehemalige Salpeterstadt in Sierra Gorda, Chile.
Chacabuco ist eine verlassene Siedlung in der Atacama-Wüste, die ursprünglich für die Salpeterförderung erbaut wurde. Heute sind noch Verwaltungsgebäude, Wohnhäuser, Fabrikanlagen und Lagerräume verteilt über das weitläufige Gelände sichtbar.
Die Gründung erfolgte 1924 durch die Lautaro-Salpeter-Gesellschaft, um die Nitratproduktion zu intensivieren. Mit dem Aufkommen künstlicher Salpeterproduktion in den 1930er Jahren verlor der Abbau an Bedeutung und die Stadt wurde aufgelöst.
Die Überreste zeigen, wie Arbeiter der Salpeterproduktion im frühen 20. Jahrhundert täglich lebten und arbeiteten. Man erkennt noch heute die Wohnviertel, Werkstätten und öffentlichen Räume, die das soziale Leben der Gemeinde prägten.
Der Ort liegt in einer abgelegenen Wüstenregion und erfordert ein Fahrzeug zur Anfahrt. Besucher sollten beachten, dass das umliegende Gelände noch immer Minen enthält und nur bestimmte Bereiche sicher begehbar sind.
Nach der Aufgabe des Ortes wurde die Siedlung Anfang der 1970er Jahre als Gefängnis für politische Gefangene umgewandelt. Tausende Menschen wurden dort während einer Phase politischer Unterdrückung inhaftiert.
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