Pikimachay, Archäologische Höhlenstätte im Department Ayacucho, Peru.
Pikimachay ist eine etwa 60 Meter lange Höhle am rechten Ufer des Río Pongora, rund 19 km nördlich von Ayacucho im Distrikt Pacaycasa. In ihren von Richard MacNeish ergrabenen Schichten lagen Steinwerkzeuge, überwiegend aus dem vulkanischen Tuff der Höhle selbst, zusammen mit Knochen ausgestorbener Tiere.
Archäologen entdeckten in den 1960er Jahren Spuren menschlicher Besiedlung, die möglicherweise mehrere Jahrtausende zurückreichen. Die Funde deuten darauf hin, dass frühe Jägergruppen die Höhle als Unterschlupf nutzten, während sie in der Umgebung nach Nahrung suchten.
Der Name stammt aus dem Quechua: piki bedeutet Floh, mach'ay Höhle, Piki Mach'ay also „Flohhöhle“. Die Höhle gab auch dem Piki-Komplex ihren Namen, einer archaischen Schicht (6000–4000 v. Chr.), in der MacNeish Meerschweinchenknochen und Reste von Gehegen mit Feuerstellen fand, Hinweise auf frühe Haltung.
Die Anfahrt von der Stadt Huamanga dauert etwa eine halbe Stunde über eine unbefestigte Straße im Distrikt Pacaycasa. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und bei Regenwetter besonders vorsichtig sein, da der Weg dann rutschig werden kann.
Neben Werkzeugen entdeckten Forscher hier Pflanzenreste, darunter Reste von Flaschenkürbissen, die zu den ältesten Beweisen für pflanzliche Nutzung in den peruanischen Anden zählen. Diese Funde zeigen, dass Menschen schon sehr früh begannen, Pflanzen gezielt zu sammeln und vielleicht sogar zu kultivieren.
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