Straße von Otranto, Meerenge zwischen der Salento-Halbinsel, Italien und der Karaburun-Halbinsel, Albanien.
Die Meerenge von Otranto ist eine Wasserstraße zwischen der italienischen Halbinsel Salento und der albanischen Halbinsel Karaburun, die die Adria mit dem Ionischen Meer verbindet. Sie ist etwa 72 Kilometer breit und zeichnet sich durch eine durchschnittliche Tiefe von rund 18 Metern aus.
Im Ersten Weltkrieg errichteten die Alliierten eine Blockade in der Meerenge, um Austro-Ungarische Schiffe an der Durchfahrt zum Mittelmeer zu hindern. Diese strategische Maßnahme machte die Passage zu einem der wichtigsten Kampfschauplätze des Mittelmeerkriegs.
Die Meerenge verbindet zwei Küstenkulturen, die seit Jahrhunderten durch Fischerei und Handel miteinander verbunden sind. An beiden Ufern prägen traditionelle Fischereiweisen und maritime Bräuche bis heute das Leben der Anwohner.
Die Meerenge erfordert wegen starker Strömungen und wechselhafter Wetterbedingungen ständige Aufmerksamkeit beim Navigieren. Besucher sollten sich bewusst machen, dass die Wasser- und Wetterbedingungen das ganze Jahr über schwierig sein können.
Die Grenze zwischen Italien und Albanien in der Meerenge wurde 1992 in einem Vertrag festgelegt, der beiden Ländern klare Verwaltungszonen zuwies. Diese Vereinbarung regelt bis heute, welcher Teil des Meeres zu wem gehört und wie die Ressourcen genutzt werden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.