Naturpark Nikaj-Mërtur, Regionaler Naturpark in der Präfektur Kukës, Albanien
Der Nikaj-Mërtur Regionalpark ist ein Schutzgebiet im Norden Albaniens, das alpine Täler, dichte Wälder, Steilhänge und Gebirgsbäche umfasst. Das Gebiet erstreckt sich über die Bergmassive der Kukës-Region und grenzt an andere Schutzgebiete im Grenzgebiet zu Kosovo und Montenegro.
Das Gebiet war historisch das Heimatland der Stämme der Nikaj und der Mërturi, deren Namen die Region bis heute prägen. Diese Stammesgemeinschaften lebten nach einem jahrhundertealten Gewohnheitsrecht, dem sogenannten Kanun, das das Zusammenleben in diesen Bergen regelte.
Die Bewohner dieser Bergregion praktizieren seit Generationen traditionelle Lebensweisen, die auf Viehhaltung und Berglandwirtschaft beruhen. Besuchern begegnen Dörfer, in denen Holzhäuser, Steinhütten und alte Weidewege noch heute den Alltag prägen.
Die Anreise in den Park erfordert eine sorgfältige Planung, da die Straßen in die Bergdörfer oft in schlechtem Zustand sind und ein Geländefahrzeug empfohlen wird. In den umliegenden Dörfern gibt es einfache Unterkünfte, die jedoch im Voraus reserviert werden sollten.
Der Park fungiert als ökologische Brücke zwischen dem Valbona-Tal-Nationalpark in Albanien und geschützten Gebieten im Kosovo und Montenegro, was für das Überleben von Tierarten wie dem Luchs und dem Braunbären entscheidend ist. Ohne diesen Korridor wären die Populationen dieser Tiere in der Region voneinander getrennt.
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