Garni, Gemeinde in Armenien
Garni ist ein kleines Dorf in der armenischen Provinz Kotayk, das auf einem dreieckigen Plateau auf einem steilen Felssporn über dem Azat-Fluss liegt. Das Dorf wird dominiert durch einen über 2000 Jahre alten griechisch-römischen Tempel aus dunklem vulkanischem Stein mit weißen ionischen Säulen, umgeben von Überresten von Befestigungen und antiken römischen Bädern mit noch sichtbaren Mosaikmustern.
Die erste Besiedlung des Ortes reicht bis ins ausgehende 4. Jahrtausend v.Chr. zurück. Der Tempel wurde um das 1. Jahrhundert n.Chr. in einer Zeit erbaut, als die Region unter römischem Einfluss stand, wurde aber nach einem Erdbeben im 17. Jahrhundert zerstört und später rekonstruiert.
Der Name Garni stammt aus dem Armenischen und bedeutet "Höhle" oder "Tal". Das Dorf wird heute geprägt durch traditionelle Brotbacköfen, in denen Villager täglich Fladenbrot in Tonöfen backen, was das Dorf mit lokalen Handwerkstechniken verbindet.
Das Dorf liegt etwa 27 Kilometer nordöstlich von Eriwan und ist mit Minibussen oder Mietwagen erreichbar. Der Weg führt über bergige Landschaft mit malerischen Ausblicken, und zum Erkunden des Tempelgeländes und des nahe gelegenen Basaltschluchtenweges sollte man festes Schuhwerk und Wasser mitbringen.
In der Schlucht unter dem Dorf haben Lava-Erkaltung und Flussabtragung riesige sechseckige Basaltsäulen geschaffen, die bis zu 50 Meter hoch aufragen und die Form von Orgelpfeifen haben. Diese Gesteinsformation wird als 'Symphonie der Steine' genannt und ist ein geologisches Phänomen, das Besucher oft übersehen, obwohl es genauso beeindruckend ist wie die alten Ruinen oben.
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