Dvin, Archäologische Stätte in der Provinz Ararat, Armenien
Dvin ist eine archäologische Stätte in der Provinz Ararat, die sich über einen großen Hügel zwischen zwei Dörfern erstreckt und die Überreste einer großen mittelalterlichen Stadt zeigt. Die Ausgrabungen haben Fundamente, Mauern und Strukturen aus verschiedenen Epochen freigelegt, die den Aufbau dieser ehemals bedeutenden Siedlung verdeutlichen.
Die Stadt wurde 335 n. Chr. als Hauptstadt Armeniens gegründet und ersetzte frühere Siedlungen, die bis zum 3. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen. Im 13. Jahrhundert zerstörten Mongolenüberfall und Erdbeben die Stadt, was den Aufstieg der Region beendete und sie zu einem Ort der Ruinen machte.
Der Name Dvin leitet sich vom armenischen Wort für "Ebene" ab und spiegelt die flache Landschaft wider, auf der die Stadt einst florierte. Heute können Besucher in den Ruinen noch die Grundrisse von Wohnhäusern und Geschäften erkennen, die zeigen, wie Menschen hier täglich lebten und arbeiteten.
Der Ort befindet sich etwa 35 Kilometer südlich von Jerewan und ist am einfachsten mit dem Auto zu erreichen, da es vor Ort nur begrenzte öffentliche Verkehrsmittel gibt. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und sich Zeit nehmen, um die größere Hügelfläche zu erkunden, da der Ort kein strukturiertes Besucherzentrum hat.
Der Ort war einmal eine der größten Städte östlich von Konstantinopel und beherbergte eine Bevölkerung, die Tausende zählte und wirtschaftlich sehr aktiv war. Heute wirken die Ruinen eher bescheiden im Umfang, was zeigt, wie vollständig die mittelalterliche Stadt durch Naturkatastrophen und Eroberungen ausgelöscht wurde.
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