Horomayr, Mittelalterliches Kloster nahe der Debed-Schlucht, Armenien
Das Horomayri-Kloster ist ein Monasterkomplex am Rande der Debed-Schlucht in Armenien, dessen Gebäude auf verschiedenen Ebenen der Felswand verteilt sind. Der Komplex umfasst eine dreikammerige Kapelle in der oberen Sektion, religiöse Höhlen und weitere Strukturen, die sich die steilen Abhänge hinunter erstrecken.
Das Kloster wurde im späten 12. Jahrhundert gegründet, wobei die St-Mark-Kirche 1187 von den Fürsten Zakare und Ivane Mkhargrdzeli erbaut wurde. Der Abt Samuel erweiterte den Komplex wenig später um 1206 mit zusätzlichen Gebäuden.
Das Kloster zeigt typische armenische Handwerkstechniken mit geschnitzten Kreuzsteinen und verzierten Steinelementen, die in die Felswände eingearbeitet sind. Die religiösen Höhlen und Steinarbeiten spiegeln die kunstvolle Bautradition wider, die im Mittelalter in dieser Region verbreitet war.
Der Zugang zum Kloster erfolgt über einen rund 1,5 Kilometer langen Wanderweg vom Dorf Odzun, der entlang der steilen Felswand hinunter zum Fluss Debed führt. Das Gelände ist uneben und exponiert, daher sind festes Schuhwerk und Vorsicht erforderlich, besonders bei schlechtem Wetter.
Das Kloster nutzt die engen Platzbeschränkungen der Felswand auf kreative Weise, wobei der untere Bereich eine ähnliche Grundform wie die St.-Jungfrauen-Kirche des Bargzrakash-Klosters aufweist. Diese Anpassung an die Topographie zeigt, wie Architekten die natürlichen Gegebenheiten in ihre Designs integrierten.
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