Vorotnaberd, Mittelalterliche Festung in der Provinz Syunik, Armenien
Vorotnaberd ist eine mittelalterliche Festung, die hoch oben auf einem Felsenvorsprung über die Vorotan-Schlucht wacht. Die Steinmauern folgen dem natürlichen Gelände und bilden eine Reihe von Verteidigungsanlagen, die sich über mehrere hundert Meter erstrecken.
Die Festung wurde im 12. Jahrhundert gegründet und geriet unter die Kontrolle der Seljuken, bis sie später an die Familie Orbelian übertragen wurde. Diese Übergabe markierte einen Wendepunkt in der Geschichte der Region unter lokaler armenischer Herrschaft.
Die Festung war eng mit dem nahe gelegenen Kloster verbunden und zeigt, wie Militär- und Religionsstätten im Mittelalter zusammenwirkten. Menschen nutzten diesen Ort als Schutzraum und als Zentrum für den Austausch zwischen weltlicher und geistlicher Macht.
Der Ort lässt sich zu Fuß von dem nahegelegenen Kloster Vorotnavank erreichen, was etwa eine kurze Wanderung dauert. Festes Schuhwerk und etwas Geduld bei unebenen Wegen sind hilfreich, um die Ruinen zu erkunden.
Die Wehranlagen verschmelzen geschickt mit den natürlichen Felswänden der Schlucht und bilden so ein Verteidigungssystem, das schwer von außen zu unterscheiden ist. Diese Bauweise ermöglichte es den Verteidigern, die Umgebung als Teil ihrer Schutzanlage zu nutzen.
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