Tatev, Mittelalterlicher Klosterkomplex in der Provinz Syunik, Armenien
Das Tatev-Kloster steht auf einem Basaltplateau über der Schlucht des Vorotan-Flusses und umfasst drei Kirchen sowie mehrere Nebengebäude hinter Steinmauern. Die Anlage bietet Blick auf das Tal und ist von einer charakteristischen Berglandschaft umgeben.
Prinz Philipp von Syunik finanzierte 848 den Bau der ersten Kirche, die Tatev als Bischofssitz der Region etablierte. Die Anlage wuchs über Jahrhunderte zu einem wichtigen religiösen und kulturellen Zentrum heran.
Die Universität von Tatev wurde im 14. Jahrhundert gegründet und war ein Zentrum für Gelehrsamkeit, wo Mönche Manuskripte erstellten und Miniaturmalerei unterrichteten. Dieses Wissen zog Schüler aus der ganzen Region an und prägte die intellektuelle Entwicklung Armeniens.
Der Zugang erfolgt über die Luftseilbahn Wings of Tatev, die das Kloster mit dem Dorf Halidzor verbindet und eine beeindruckende Fahrt über die Schlucht bietet. Das Gelände ist begehbar, erfordert aber gutes Schuhwerk für unebene Steinwege.
Der Gavazan-Turm aus dem 10. Jahrhundert ist konstruiert, um durch Wind zu schwingen und wirkt wie ein natürlicher Erdbebendetektor durch seine absichtlich flexible Bauweise. Diese schwingende Bewegung half früher den Mönchen, Erdbeben vorherzusagen.
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