Monastery of Geghard and the Upper Azat Valley, Klosterkomplex und Schutzgebiet in Geghard, Armenien
Das Kloster von Geghard und das obere Asattal ist ein mittelalterlicher Klosterkomplex in Armenien, der zum Teil direkt in die Felswände der Schlucht des Asatflusses gehauen wurde. Die Anlage umfasst mehrere Kirchen, Kapellen, Grabkammern und natürliche Höhlen, die zu Gebetsräumen umgestaltet wurden.
Das Kloster wurde im 4. Jahrhundert von Gregor dem Erleuchter gegründet, der als erster Bischof Armeniens gilt. Im 13. Jahrhundert bauten die Proshyan-Fürsten weitere Kammern und Grabstätten in den Felsen, was dem Komplex seine heutige Form gab.
Viele Armenier besuchen das Kloster zu religiösen Festen, um Kerzen anzuzünden und gemeinsam Hymnen zu singen. Der Gavit, ein großer Vorraum der Hauptkirche, diente früher als Versammlungsraum und zeigt Steinmetzarbeiten, die vom islamischen Baustil beeinflusst wurden.
Das Gelände liegt am Ende einer gewundenen Straße im Azattal und ist gut ausgeschildert; für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist es nur bedingt geeignet, da viele Bereiche über Steinstufen und unebenes Pflaster erreichbar sind. Ein Besuch am frühen Morgen ist ruhiger, da tagsüber oft Reisegruppen ankommen.
Die Decke des Gavit ist mit Rippenbögen verziert, die Eiszapfen ähneln und auf den Einfluss islamischer Handwerker aus der Region hinweisen. Dieses Detail macht den Raum zu einem seltenen Beispiel des Austauschs zwischen christlicher und islamischer Baukunst im mittelalterlichen Armenien.
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