Manuae, Korallenatoll auf den Inseln unter dem Winde, Französisch-Polynesien
Manuae ist ein ringförmiges Atoll der Leewardinseln Französisch-Polynesiens und die westlichste Insel der Gesellschaftsinseln, rund 350 km westlich von Bora Bora. Sein Riff bildet einen durchgehenden Streifen flachen türkisfarbenen Wassers, den außen eine dünne weiße Linie aus Sand oder Brandung säumt und der eine tiefblaue Lagune einschließt. Der Ring hat einen unregelmäßigen, grob dreieckigen Umriss mit einer breiten Kurve links und einem schmaleren Arm nach rechts. Die Motus ragen nur wenige Fuß über den Meeresspiegel und bedecken etwa 3,5 km2, überwiegend mit Kokospalmen und Buschwerk.
Das Atoll wurde 1767 von Samuel Wallis erstmals dokumentiert, der einen besiedelten Bereich im nördlichen Teil der Hauptinsel vorfand. Diese frühe Entdeckung trug dazu bei, den Ort auf europäischen Seekarten jener Zeit einzutragen.
Die wenigen Besucher, die hierher gelangen, treffen manchmal auf Fischer, die mit traditionellen Methoden in den Riffen arbeiten. Die Lagune steht heute unter Naturschutz, was die Nutzung des Gebiets stark einschränkt.
Das Atoll verfügt über keine regelmäßigen Bootsverbindungen, sodass Besucher die Überfahrt von einer der größeren Nachbarinseln privat organisieren müssen. Eine frühzeitige Absprache mit lokalen Betreibern ist dringend empfehlenswert.
Die Lagune des Atolls enthält Bänke mit bis zu drei oder vier Millionen Austern. In denselben Gewässern sank 1855 der Dreimaster Julia Ann. Das Atoll trägt zudem die tahitianischen Namen Fenua ʻUra und Putai sowie den spanischen Namen Isla de Pájaros, „Vogelinsel“.
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