Canton and Enderbury Islands, Pazifische Atolle in Zentral-Kiribati
Canton und Enderbury sind zwei Korallenatoll-Inseln im zentralen Pazifik, die heute Teil des Schutzgebiets der Phönixinseln sind. Von beiden Inseln ist nur Canton heute noch bewohnt, wenn auch nur von wenigen Menschen.
Die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich richteten 1939 eine gemeinsame Verwaltung über die Inseln ein, um konkurrierende Gebietsansprüche zu lösen. Diese Regelung, bekannt als Kondominium, blieb bis 1979 in Kraft, als Kiribati seine Unabhängigkeit erlangte.
Die sieben US-Bürger des American Equatorial Islands Colonization Project gingen am 7. März 1938 nicht auf Enderbury, sondern auf Canton an Land. Cantons einziges Dorf heißt Tebaronga; die Einwohnerzahl sank von 61 im Jahr 2000 auf 41 im Jahr 2005 und rund 24 im Jahr 2010. Enderbury ist unbewohnt. Noël Cowards Kurzgeschichte Mr and Mrs Edgehill geht auf die Doppelverwaltung der Inseln zurück; die Hauptfiguren sind lose dem britischen Residenten Frank Fleming und seiner Frau Lucy nachempfunden, die Coward 1941 im amerikanischen Hotel auf Canton kennenlernte. Die BBC verfilmte die Geschichte 1985 mit Judi Dench und Ian Holm.
Die Inseln sind nur schwer zu erreichen, und für einen Besuch im Schutzgebiet sind Genehmigungen erforderlich. Wer plant, dorthin zu reisen, sollte sich auf eine sehr begrenzte Infrastruktur und ein raues Klima einstellen.
Die Radiostation auf Canton wurde am 31. August 1937 eingerichtet, noch vor dem Kondominium, als Großbritannien die Inseln seiner Kolonie der Gilbert- und Elliceinseln angliederte. Sie war eine zivile koloniale Funkverbindung, kein militärischer Kriegsstützpunkt. 1941 wohnte Noël Coward im amerikanischen Hotel auf Canton und traf den britischen Residenten Frank Fleming und dessen Frau Lucy, deren Leben unter der Doppelverwaltung seine Kurzgeschichte Mr and Mrs Edgehill anregte.
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