Tantauco Park, Naturschutzgebiet in der Provinz Chiloé, Chile
Tantauco Park ist ein großes Naturschutzgebiet im südlichen Teil der Insel Chiloé, das sich über ein riesiges Gebiet erstreckt und von dichten Wäldern, Flüssen, Seen und Moorgebieten geprägt ist. Diese Landschaften stammen von der letzten Eiszeit und zeigen heute eine unglaubliche Vielfalt an Wald- und Feuchtzonen auf kleinstem Raum.
1997 kaufte der US-amerikanische Forstunternehmer Jeremiah Henderson 123.000 Hektar in Quellón für eine Nutzung des Naturwaldes; Marktbedingungen, Druck von Umweltgruppen und Landansprüche huillicher Gemeinschaften verhinderten das Vorhaben. Nach erfolglosen Versteigerungen und Verkäufen erwarb Sebastián Piñera Ende 2004 118.000 Hektar für rund 6 Millionen Dollar, beraten von Douglas Tompkins, und öffnete den Park für die Öffentlichkeit.
Der Name des Parks stammt vom Vertrag von Tantauco von 1826, der Kapitulation zwischen Spanien und Chile, auf die sich die Huilliche-Gemeinden von Quellón für ihre angestammten Ländereien berufen; ein Rat der Kaziken nannte die Namenswahl beleidigend. In Caleta Inío erinnert ein Museum an das Volk der Chono, eine Kanu-Kultur der südlichen Inselwelt.
Das Gebiet hat über 150 Kilometer markierter Wanderwege für unterschiedliche Erfahrungsstufen, und es gibt zwei Campingplätze mit grundlegenden Einrichtungen für Übernachtungen. Die beste Zeit zum Besuch ist der lokale Sommer, wenn das Wetter milder ist und die Wege leichter zugänglich sind.
Der Name des Parks stammt vom Vertrag von Tantauco von 1826, einer spanisch-chilenischen Kapitulation, auf die sich Huilliche-Gemeinschaften zum Schutz ihrer Ländereien berufen; ein Rat der Kaziken nannte die Namensgebung eine Beleidigung. In Caleta Inío gibt es zudem ein Museum zum Volk der Chono, und die Insel San Pedro kam 2003 hinzu, nachdem der Staat 4.780 umstrittene Hektar bei Piedra Blanca eintauschte.
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