Muelle de las Almas, Künstlerischer Pier an Klippen in Chiloé, Chile
Der Muelle de las Almas ist eine hölzerne Anlegestelle an einer Küstenklippe im Golf von Cucao, die sich vom Rand etwa 70 Meter über dem Meer hinaus erstreckt. Das Bauwerk ragt etwa 17 Meter weit in den Ozean und endet oben in freier Luft, ohne ein Schiff oder ein anderes Ziel zu erreichen.
Ein Künstler schuf diese Installation 2007 als Abschlussarbeit mit Unterstützung durch ein Kunstförderprogramm. Das Bauwerk war von Anfang an als temporäre künstlerische Intervention konzipiert, wurde jedoch später zu einem festen Bestandteil des Ortes.
Nach lokalen Überlieferungen ist dieser Ort mit dem Glauben an Tempilcahue verbunden, den mythischen Fährmann der Unterwelt in Chiloés Folklore. Die hölzerne Konstruktion verkörpert diese spirituelle Vorstellung auf eine Weise, die Besucher direkt erleben können, wenn sie über die Planken gehen.
Am besten erreicht man den Muelle auf einem markierten Pfad von einer Parkplatz aus, der sich einige Kilometer entfernt befindet. Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden und führt durch Wald und offene Wiesen, weshalb wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk nützlich sind.
Die hölzernen Bretter wirken beim Betreten, als würden sie langsam im Ozean verschwinden, besonders bei bestimmten Lichteinfällen und Wetterbedingungen. Diese optische Täuschung entsteht durch die Perspektive und die Art, wie Wellen und Himmel zusammentreffen.
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