Cueva de las Manos, Prähistorische Höhlenmalerei in Santa Cruz, Argentinien
Die Cueva de las Manos ist eine prähistorische Höhle in der Provinz Santa Cruz im Süden Argentiniens, die für ihre außergewöhnlichen Felsmalereien aus mehreren Jahrtausenden bekannt ist. Die Wände zeigen nicht nur Handabdrücke, sondern auch Darstellungen von Tieren, Jagdszenen und abstrakten Mustern, die in verschiedenen Ockertönen aufgetragen wurden.
Menschen begannen vor etwa 9300 Jahren an diesem Ort Handabdrücke zu hinterlassen, wobei die ältesten Schichten bis ins achte Jahrtausend vor Christus zurückreichen. Die Höhle wurde über Jahrtausende hinweg von aufeinanderfolgenden Jägergruppen genutzt, bis die künstlerische Tätigkeit um 700 nach Christus endete.
Die meisten Handabdrücke entstanden, indem Menschen ihre Handflächen gegen die Wand legten und Pigment darüber sprühten, was ein negatives Bild hinterließ. Neben den Händen zeigen die Felswände Jagdszenen mit Guanakos und geometrische Muster, die vermutlich rituelle oder symbolische Bedeutung hatten.
Der Zugang zur Höhle erfolgt über eine unbefestigte Straße, die von der Ruta 40 abzweigt und nur mit einem Fahrzeug mit höherer Bodenfreiheit befahrbar ist. Besucher sollten genügend Wasser und Proviant mitbringen, da es in der Umgebung keine Versorgungseinrichtungen gibt.
Die meisten Handabdrücke stammen von linken Händen, was darauf hindeutet, dass die Künstler die rechte Hand zum Blasen der Pigmente verwendeten. Einige Abdrücke zeigen auch fehlende oder deformierte Finger, deren Bedeutung bis heute rätselhaft bleibt.
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