Malleco-Viadukt, Eisenbahnbrücke in Collipulli, Chile
Das Malleco Viaduct ist eine Eisenbahnbrücke aus Stahl bei Collipulli im Süden Chiles, die sich 102 m über dem Flusstal erhebt und 347,5 m lang ist. Die Fachwerkträger bilden ein weitläufiges Gittermuster, das über neun Spannweiten die Schlucht überquert.
Die Brücke wurde 1890 eröffnet und vom chilenischen Ingenieur Victorino Aurelio Lastarria für die Anbindung der südlichen Regionen entworfen. Sie galt damals als eine der höchsten Eisenbahnbrücken Südamerikas und half, abgelegene Gebiete an das Schienennetz anzuschließen.
Der Name stammt vom Malleco-Fluss, der weit unter den Stahlträgern durch die bewaldete Schlucht fließt und der Region ihren Charakter gibt. Züge rollen mehrmals täglich über die Brücke und verbinden weiterhin Ortschaften im Süden des Landes miteinander.
Züge passieren die Brücke täglich, und Besucher können sie von einem Aussichtspunkt entlang der Straße R-336 nahe Collipulli aus beobachten. Der Blick auf das Tal und die Stahlkonstruktion ist am besten an klaren Tagen möglich.
Die französische Firma Schneider et Cie fertigte alle Stahlteile in Frankreich und verschiffte sie über den Atlantik nach Chile. Dort wurden die Elemente in der Schlucht zusammengebaut, während der Bau weiterhin für den Zugverkehr genutzt wurde.
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