Ruedas de Larmahue, Landwirtschaftliche Wasserräder in Larmahue, Chile.
Die Ruedas de Larmahue sind eine Reihe von etwa vierzig hölzernen Wasserrädern unterschiedlicher Größe, die entlang des Almahue-Kanals in Zentralchile angeordnet sind. Jedes Rad hat Durchmesser zwischen fünf und acht Metern und ist mit Schaufeln ausgestattet, die Wasser aus dem Kanal in angrenzende Felder befördern.
Die Wasserräder entstanden in den frühen 1900er Jahren, ursprünglich mit dem Plan, Strom zu erzeugen, wurden aber schnell an die landwirtschaftliche Bewässerung angepasst, da die Wassermenge für Stromproduktion nicht ausreichend war. Siebzehn dieser Konstruktionen erhielten 1998 den Status eines nationalen Denkmals und sind heute ein Zeugnis für handwerkliche Lösungen aus dieser Epoche.
Die Kunsthandwerker, die diese Wasserräder noch heute instand halten, verkörpern eine lebendige Verbindung zu traditionellen Bewässerungsmethoden, die in dieser Region seit Generationen verwendet werden. Die Räder sind ein sichtbares Zeichen dafür, wie lokale Gemeinschaften ihre landwirtschaftlichen Praktiken mit den natürlichen Wasserquellen ihrer Umgebung verbunden haben.
Die Räder sind in Betrieb zwischen September und Mitte Herbst, wenn der Wasserdurchfluss des Kanals am höchsten ist und die Bewässerung der Felder nötig wird. Besucher sollten damit rechnen, dass die Räder außerhalb dieser Saison stillstehen und bei feuchtem Wetter oder nach Regen möglicherweise schwerer zugänglich sind.
Zwei lokale Handwerker erhielten den Titel eines lebendigen menschlichen Schatzes für ihr Wissen im Bau und der Wartung dieser traditionellen Bewässerungssysteme. Ihre Fachkenntnisse ermöglichen es, dass diese alte Technologie bis heute funktioniert und von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird.
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