Navidad-Formation, Sedimentformation nahe Navidad, Chile.
Die Navidad-Formation ist eine Sedimentablagerung entlang der chilenischen Küste, die sich über mehrere Kilometer erstreckt und aus Sandstein, Schluff und Konglomeraten besteht. Die Schichten zeigen deutlich die geologische Geschichte einer einstigen Meeresumgebung.
Der britische Naturforscher Charles Darwin besuchte diese Formationen während seiner Reise mit der HMS Beagle im Jahr 1834 und dokumentierte seine Beobachtungen später in wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Seine Analysen trugen wesentlich zum Verständnis der Küstengeologie Südamerikas bei.
Die Formation zeigt Spuren einer vielfältigen Meeresfauna aus längst vergangenen Zeiten. Besucher können Fossilien von Haien und frühen Krebsarten erkennen, die in den Sedimentschichten eingelagert sind.
Die Formation ist entlang der Küste zwischen zwei südlichen und nördlichen Punkten erreichbar, wobei man sich an den Steilküsten orientieren kann. Es ist ratsam, feste Schuhe zu tragen, da der Untergrund aus Gestein besteht und die Wege uneben sind.
Die Sedimentschichten enthalten Pollen und Sporen, die Hinweise auf Waldbrände aus prähistorischer Zeit geben. Diese botanischen Fossilien zeigen ein Mosaik aus Gondwana und neotropischen Pflanzenarten, die früher in dieser Region wuchsen.
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