Sewell, Verlassener Bergbaukomplex in Machalí, Chile.
Sewell ist eine verlassene Bergbausiedlung, die steil in die Andengebirgshänge in etwa 2.140 Metern Höhe gebaut wurde. Die Gebäude sind durch ein zentrales Treppensystem verbunden, das die Hauptverkehrsachse der Anlage bildete.
Die Siedlung wurde 1904 von der Braden Copper Company gegründet, um die Kupferförderung in der El Teniente Mine zu unterstützen. Sie entwickelte sich schnell zu einer vollständigen Arbeiterstadt, die auf den technischen und wirtschaftlichen Anforderungen des modernen Bergbaus basierte.
Die Siedlung spiegelt die Arbeiterkultur der Kupferbergbauzeit wider, wobei die Anordnung der Gebäude zeigt, wie Arbeiter und ihre Familien täglich zwischen Wohnvierteln und Produktionsbereichen verkehrten. Die Namen der Straßen und Viertel erzählen von der internationalen Zusammensetzung der Arbeitskräfte und der sozialen Struktur dieser Bergbaugemeinschaft.
Der Zugang ist nur mit autorisierten Führungen möglich, die durch Codelco-zugelassene Betreiber vermittelt werden und das ganze Jahr über von Santiago und Rancagua ausgehen. Besucher sollten sich auf kühles, winiges Bergwetter vorbereiten und bequeme Wanderschuhe mitbringen, da das Erkunden der Anlage viel Treppensteigen erfordert.
Der Ort wurde 2006 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, eine Anerkennung der technischen Innovation, die seine Architektur und Planung bei der Überwindung extremer Höhenbedingungen darstellte. Diese Auszeichnung würdigt, wie Ingenieure das Konzept einer funktionierenden Stadt auf einem Berghang umsetzten.
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