Volcán Maipo, Schichtvulkan in den Anden, Chile-Argentinien Grenze
Der Volcán Maipo ist ein kegelförmiger Stratovulkan von 5.323 m Höhe an der Grenze zwischen Argentinien und Chile, der sich über der Diamante-Caldera erhebt und rund 1.900 m über deren Boden aufragt. Die Grenze verläuft über den Gipfel, sodass der Krater auf argentinischer Seite liegt. Die Laguna del Diamante liegt unmittelbar östlich des Gipfels.
Der Vulkan entstand im Pleistozän. Ein Lavastrom blockierte 1826 den östlichen Abfluss des Schmelzwassers und schuf die Laguna del Diamante auf dem Calderaboden östlich des Gipfels, nicht nahe dem Gipfel. Historische Aufzeichnungen nennen vier offenbar strombolianische Ausbrüche zwischen 1822 und 1941. Die Erstbesteigung erfolgte am 19. Januar 1883 durch Paul Güssfeldt mit den chilenischen Maultiertreibern Lorenzo Zamorano und Francisco.
Der Name erinnert an den Fluss Maipo, der von Gletschern auf den Hängen gespeist wird und seit Jahrhunderten die Täler unterhalb versorgt. Hirten bringen manchmal noch heute Tiere in die niederen Weideflächen am Fuß des Berges, wo man alte Viehpfade findet.
Bergsteiger brauchen Erfahrung mit Höhenlagen und müssen mehrere Tage für die Akklimatisation einplanen, bevor sie den Aufstieg beginnen. Wind und plötzliche Temperaturstürze machen warme Kleidung und wetterbeständige Ausrüstung notwendig, auch im Sommer.
Der Ausbruch der Diamante-Caldera erreicht Stufe 7 des Vulkanexplosivitätsindex und schleuderte 450 km³ Tephra aus, rund 50 % allen Materials, das zwischen 33° und 35° S im Quartär ausgestoßen wurde. Der Strom legte über 130 km zurück. Die Erstbesteigung am 19. Januar 1883 gelang Paul Güssfeldt mit den chilenischen Mauleseltreibern Lorenzo Zamorano und Francisco.
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