Bahaitempel Santiago, Bahá'í Tempel in Peñalolén, Chile
Der Tempel für den südamerikanischen Kontinent erhebt sich in Peñalolén am Fuß der Anden und besteht aus neun geschwungenen Segeln, die zusammen eine Blütenform bilden. Die Außenhülle aus gegossenem Glas und die Innenverkleidung aus durchscheinendem portugiesischem Marmor schaffen einen Raum für bis zu 600 Personen.
Die Ankündigung des Tempels erfolgte bereits 1953, doch die Bauarbeiten begannen erst 2010 mit den ersten Erdarbeiten. Sechs Jahre später, 2016, stand das Gebäude fertig am Stadtrand von Santiago.
Der Name stammt von Bahá'u'lláh, dem Gründer der Bahá'í-Religion, während das Gebäude selbst Menschen aller Glaubensrichtungen zum gemeinsamen Gebet einlädt. Besucher erleben einen Raum, in dem Stille und Meditation im Vordergrund stehen, ohne feste Rituale oder Zeremonien.
Der Zugang ist während der Öffnungszeiten kostenfrei, und Besucher sollten sich auf einen Ort der Stille einstellen, in dem leise Gespräche und respektvolles Verhalten erwartet werden. Die Lage in Peñalolén erlaubt den Blick auf die Andenkordillere und bietet klare Orientierung entlang der Diagonal Las Torres.
Die Kombination aus gegossenem Glas und durchscheinendem Marmor verändert das Licht im Inneren je nach Tageszeit und Sonnenstand, sodass kein Besuch dem anderen gleicht. Diese Wirkung entsteht durch die Neigung der neun Segel, die das einfallende Licht in unterschiedliche Richtungen lenken.
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