Barrio París-Londres, Europäisch geprägtes Wohnviertel im Zentrum von Santiago, Chile
Barrio París-Londres ist ein europäisch inspiriertes Wohnviertel im Zentrum von Santiago mit gewundenen Kopfsteinpflasterstraßen, neoklassizistischen Gebäuden und gusseisernen Laternen. Die Architektur bildet zusammenhängende Fußgängerwege und kleine Plätze, die das Viertel mit seinem maßstabsgerechten, von Hand gestalteten Charakter prägen.
Das Viertel entstand 1921 auf dem Gelände eines ehemaligen Franziskanerklosters nach Plänen der Architekten Roberto Araya und Ernesto Holzman. Das Projekt brachte europäische Stadtplanungsprinzipien nach Santiago und schuf ein Wohngebiet, das sich deutlich von der gängigen Rastergrundriss der Stadt unterschied.
Der Stadtteil beherbergt zahlreiche Kunstgalerien, Kulturzentren und historische Stätten, die regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen zeigen. Die Straßen sind mit Namen europäischer Hauptstädte benannt und bilden bis heute ein Zeichen für die kulturelle Verbindung zur europäischen Tradition.
Das Viertel ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, insbesondere mit der Metro-Linie 1 bis zur Station Universidad de Chile, von wo aus man zu Fuß nur wenige Minuten braucht. Die engen, gewundenen Straßen sind am besten zu Fuß zu erkunden, und der Besuch am Wochenende oder am Vormittag bietet weniger Menschenmengen für ein angenehmeres Erlebnis.
Das Viertel weicht von Santiagos Standard-Rastersystem ab und nutzt statt dessen gewundene Straßen, die nach europäischen Hauptstädten benannt sind. Diese unerwartete Abkehr vom rechteckigen Stadtplan der Epoche machte es zu einem bemerkenswerten Experiment in der städtischen Gestaltung Santiagos.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.