Barrio Lastarria, Kulturviertel in Santiago, Chile.
Barrio Lastarria ist ein Stadtviertel in Santiago, Chile, das sich zwischen dem Santa-Lucía-Hügel und dem Parque Forestal erstreckt und für seine neoklassizistische Architektur aus dem frühen 20. Jahrhundert bekannt ist. Die kopfsteingepflasterten Gassen verlaufen zwischen niedrigen Gebäuden mit schmiedeeisernen Balkonen und Fassaden, die ihre ursprünglichen Details bewahrt haben.
Die Besiedlung begann ab 1857, als die Iglesia de la Veracruz erbaut wurde und wohlhabende Familien in der Umgebung Villen im europäischen Stil errichteten. Die Gegend erlebte im 20. Jahrhundert einen allmählichen Wandel von Wohngebiet zu kulturellem Zentrum, bevor sie in den 1980er Jahren unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Die nach dem Schriftsteller José Victorino Lastarria benannte Gegend entwickelte sich zu einem Treffpunkt für Künstler und Kulturschaffende, die in den zahlreichen Buchhandlungen und kleinen Theatern ihre Werke präsentieren. An Wochenenden füllen sich die Straßencafés mit Einheimischen, die hier bei einem Kaffee Schach spielen oder Zeitungen lesen, während Straßenmusiker auf den Plätzen auftreten.
Die beiden Metrostationen Universidad Católica und Bellas Artes bilden die Zugangspunkte, von denen aus man zu Fuß durch das gesamte Viertel gehen kann. Die meisten Geschäfte und Restaurants konzentrieren sich entlang der José-Victorino-Lastarria-Straße, die tagsüber am belebtesten ist.
Die Plaza Mulato Gil de Castro aus dem Jahr 1981 integriert Fassaden aus dem frühen 19. Jahrhundert, die beim Bau hierher versetzt wurden. An Wochenenden findet auf dem Platz ein Antiquitätenmarkt statt, wo Händler alte Bücher, Münzen und Haushaltsgegenstände aus früheren Jahrzehnten anbieten.
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