Palacio Bruna, Herrenhaus in der Merced Straße, Santiago, Chile
Der Palacio Bruna ist ein dreistöckiges Anwesen in Santiago mit italienischer Renaissance-Architektur, hohen Säulen, großen Fenstern und Terrassen, die mit Schmuckleisten an den Fassaden verziert sind. Das Gebäude wurde so entworfen, dass es italienische Palaststile in den südamerikanischen Kontext bringt.
Ein Senator namens Augusto Bruna ließ den Palast 1916 erbauen, musste ihn aber 1921 an die US-Botschaft verkaufen, weil der Niedergang der Salpeterindustrie ihn bankrott machte. Der Wechsel des Eigentümers deutet auf die wirtschaftlichen Umwälzungen hin, die Chile in jener Epoche erfassten.
Der Innenraum zeigt grüne und schwarze italienische Marmorwände, symmetrische Treppen und europäisches Holzparkett, die zeigen, wie wohlhabende Santiaguiner in den frühen 1900er Jahren europäische Eleganz liebten. Diese Details verraten viel darüber, welche Stile und Materialien die lokale Oberschicht damals schätzte.
Das Anwesen steht an der Merced-Straße gegenüber vom Parque Forestal und beherbergt seit 1995 die Chilenische Handelskammer. Der zentrale Standort macht es leicht zu Fuß zu erreichen und in ein Spaziergang durch die Gegend einzubeziehen.
Das Gebäude diente von 1939 bis 1962 als Residenz von US-Botschaftern und danach bis 1994 als Konsulat, bevor es 1996 zum Nationalen Denkmal erklärt wurde. Diese Mehrfachnutzung über mehr als fünf Jahrzehnte zeichnet seinen Weg vom privaten Heim zum öffentlichen Symbol nach.
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