Brigada Lautaro, Nachrichtendiensteinheit in Santiago, Chile
Die Brigada Lautaro war eine Spezialeinheit des chilenischen Geheimdienstes DINA, die ab August 1975 von der Zentrale Simon Bolivar in Santiago aus operierte. Sie unterstand direkt dem DINA-Direktor Manuel Contreras und war vor allem im Zentrum des Landes tätig.
Die Einheit wurde im April 1974 zunächst als Sicherheitsdienst für die DINA-Führung und Militärangehörige gegründet, bevor sie sich zu einer Einsatztruppe weiterentwickelte. Sie blieb bis zum Ende der Militärherrschaft in Chile aktiv.
Das Memorial Simon Bolivar, das 2016 eröffnet wurde, zeigt Dokumente und Zeugenaussagen, die das Wirken dieser Einheit belegen. Besucher können Archivmaterial einsehen und so direkt nachvollziehen, wie der Repressionsapparat funktionierte.
Das Gedenkstätte Simon Bolivar ist für Besucher zugänglich. Es ist sinnvoll, sich vorab über den historischen Hintergrund zu informieren, um die ausgestellten Materialien besser einordnen zu können.
Der Name der Einheit bezieht sich auf Lautaro, einen Mapuche-Anführer des 16. Jahrhunderts, der für seinen Widerstand gegen die spanische Kolonialherrschaft bekannt ist. Die Verwendung dieses Namens durch einen staatlichen Repressionsapparat wird bis heute als historischer Widerspruch wahrgenommen.
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