Generalkapitanat Chile, Spanischer Kolonialverwaltungsbezirk in Santiago, Chile
Die Capitanía General de Chile war eine spanische Verwaltungseinheit innerhalb des Vizekönigreichs Peru, die sich über einen schmalen Küstenstreifen zwischen den Anden und dem Pazifik erstreckte. Das Gebiet umfasste das heutige Chile von der Atacama-Wüste im Norden bis zu den südlichen Regionen, wo die Grenze oft wechselte.
Die spanische Krone richtete diese Verwaltungseinheit 1541 ein und ernannte Pedro de Valdivia zum ersten Gouverneur. Die Struktur blieb bis zur Unabhängigkeitsbewegung Anfang des 19. Jahrhunderts weitgehend unverändert.
Die Verwaltung unterhielt ein strukturiertes Sozialsystem, in dem in Spanien geborene Beamte die höchsten Positionen besetzten, während indigene Völker die unteren Ränge einnahmen.
Ein Besuch von Museen und Archiven in Santiago bietet Zugang zu Dokumenten und Karten aus dieser Kolonialzeit. Die Sammlung zeigt, wie die Verwaltung über ein so weitläufiges und geografisch schwieriges Gebiet organisiert war.
Spanische Chronisten nannten das Gebiet Flandes Indiano wegen der jahrzehntelangen Kämpfe mit den Mapuche. Diese Bezeichnung spiegelte die Hartnäckigkeit des Widerstands wider, ähnlich den Konflikten in Flandern während des 80-jährigen Krieges.
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