Palacio Elguín, Historischer Palast im Viertel Brasil, Santiago, Chile
Das Palacio Elguín ist ein dreistöckiges Herrenhaus im Barrio Brasil mit einer Mischung aus italienischer Renaissance-, Gotik- und byzantinischer Architektur. Das Gebäude verfügt über aufwendig verzierte Balkone, farbige Glasfenster und etwa zwanzig Zimmer, darunter einen Speisesaal mit französischen Möbeln.
Ein Bergbauunternehmer namens Nazario Elguín ließ diese Residenz 1885 von dem deutschen Architekten Teodoro Burchard errichten. Der Bau entstand auf einem Grundstück, das zuvor von Mercedarierpriestern bewirtschaftet wurde.
Das Palacio Elguín wird heute als kulturelles Zentrum genutzt, das regelmäßig Kunstausstellungen und Workshops für Besucher anbietet. Die Räume zeigen, wie wohlhabende Familien des späten 19. Jahrhunderts lebten und ihre Häuser als Orte der Geselligkeit und künstlerischen Förderung nutzten.
Das Gebäude befindet sich an der Avenida Libertador Bernardo O'Higgins und ist leicht zu erreichen, wenn man durch den Barrio Brasil spaziert. Die renovierten Innenräume mit wiederhergestellten Holzböden und Wänden bieten gute Besichtigungsmöglichkeiten an den meisten Tagen.
Der Speisesaal enthält ein französisches Buffet mit aufwendigen Schnitzereien, die Isabella I. von Kastilien und Christoph Kolumbus darstellen. Diese ungewöhnliche Dekoration zeigt den europäischen Geschmack und die Verbindungen wohlhabender chilenischer Familien zu internationalen Kunsttrends.
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