Museo de la Memoria y los Derechos Humanos, Menschenrechtsmuseum in Santiago, Chile
Das Museum für Erinnerung und Menschenrechte ist ein Geschichtsmuseum in der Gemeinde Santiago de Chile, das die Ereignisse während der Militärdiktatur zwischen 1973 und 1990 dokumentiert. Das Gebäude auf drei Etagen enthält Ausstellungsräume mit Fotografien, Videos und persönlichen Zeugnissen von Opfern und deren Familien.
Das Haus wurde 2010 unter der Regierung von Präsidentin Michelle Bachelet als Teil der zweihundertjährigen Feierlichkeiten Chiles und des nationalen Versöhnungsprozesses eröffnet. Die Gründung erfolgte nach Jahrzehnten von Debatten über die Aufarbeitung der Gewalt während der Militärherrschaft, die 1973 begann.
Der Innenhof zeigt ein Denkmal für die Verschwundenen mit Hunderten von Namen, die auf Glasplatten graviert sind und im Sonnenlicht sichtbar werden. Besucher können durch Archive mit persönlichen Briefen und Objekten gehen, die Familien hinterlassen haben, um an ihre Angehörigen zu erinnern.
Das Haus liegt an der Matucana 501 und ist täglich von 10 Uhr morgens bis 18 Uhr abends geöffnet, mit Einrichtungen für Rollstuhlfahrer und kostenlosem Eintritt. Die Räume sind ruhig gehalten, und es wird empfohlen, genug Zeit für die Ausstellungen einzuplanen.
Am Eingang steht das letzte Gedicht von Víctor Jara, das er im Estadio Chile kurz vor seinem Tod 1973 schrieb. Der Text ist auf einer Wand eingraviert und erinnert an den Sänger und Aktivisten, der während der ersten Tage des Regimes inhaftiert wurde.
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