Puente del Inca, Natürlicher Bogen in Las Heras, Argentinien.
Der Puente del Inca ist ein natürlicher Bogen aus Travertin und zementiertem Gesteinsschutt über dem Río Las Cuevas, 53,4 m lang, 27,6 m breit und 10,2 m dick, der 19,2 m über dem Wasser aufragt. Seine gerundete, asymmetrische Masse ist durch mikrobielle Gemeinschaften und Thermalwasser grün, orange, gelb und ocker gefärbt; darunter hängen Stalaktiten. Am linken Ufer steht über den Ablagerungen ein graues Steingebäude mit bogenförmigem Eingang und zwei quadratischen Fenstern.
Die Zementierung der Schuttströme aus den Großrutschungen der Südwand des Aconcagua begann vor etwa 14.798–13.886 Jahren; der Bogen öffnete sich vor etwa 8.620–8.254 Jahren durch die rückschreitende Erosion des Río Cuevas. Charles Darwin besuchte den Ort im März 1835 und zeichnete die Brücke mit ihren großen Stalaktiten. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ein Hotel, eine Kirche und Thermalbäder, die nach einer Lawine 1965 aufgegeben wurden; 1991 wurde das Monument zur Schutzzone erklärt.
Der Name Puente del Inca verbindet den Naturbogen mit dem Inka-Straßennetz Qhapaqñan, das diesen Andenpass überquerte und heute UNESCO-Welterbe ist. Das verlassene Badegebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert neben dem Bogen enthielt getrennte Becken, die von verschiedenen Thermalquellen gespeist wurden, und war durch einen Tunnel mit dem Hotel verbunden.
Die Stelle liegt direkt an der Ruta 7 zwischen Mendoza und der chilenischen Grenze, mit Parkplätzen und einfachem Zugang vom Straßenrand aus. Der beste Zeitraum für einen Besuch ist zwischen November und März, wenn die Schneeverhältnisse in den Bergen günstiger sind und die Straße sicherer befahrbar ist.
Das Wasser, das heute noch durch die Formation sickert, hält eine Temperatur von etwa 33 Grad Celsius und verändert ständig die Farbmuster der Oberfläche. Früher konnte man in den natürlichen Becken baden, heute ist der Zugang aber gesperrt, um die geologische Struktur zu schützen.
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