Cristo Redentor de los Andes, Friedensmonument am La Cumbre Pass, Argentinien.
Die Bronzestatue steht auf 3.832 Meter Höhe an der Grenze zwischen Argentinien und Chile und zeigt Christus mit einem Kreuz vor der Andenkulisse. Die Figur erreicht eine Höhe von sieben Metern und ruht auf einem massiven Granitsockel, der etwa sechs Meter misst. Das Monument befindet sich am La Cumbre Pass und markiert die Wasserscheide zwischen Atlantik und Pazifik. Die rechte Hand der Statue ist erhoben, während die linke das Kreuz hält, und das Gesicht blickt nach Westen in Richtung Chile.
Das Monument wurde am 13. März 1904 mit etwa 3.000 Personen aus beiden Nationen eingeweiht, um die Beilegung von Grenzstreitigkeiten zu feiern. Der argentinische Bildhauer Mateo Alonso schuf die Bronzefigur in Buenos Aires, während der chilenische Architekt Pedro Subercaseaux die Kanonen beider Armeen einschmolz, um Material für das Werk zu gewinnen. Die Idee stammte von der Journalistin und Friedensaktivistin Angela de Oliveira Cézar de Costa, die als Vermittlerin zwischen beiden Ländern fungierte. Eine spätere Restaurierung erfolgte 1993, einschließlich der Erneuerung des Kreuzes.
Die Inschrift am Sockel verkündet, dass die Berge zu Staub zerfallen werden, bevor Argentinier und Chilenen ihr Friedensversprechen brechen. Das Monument erinnert beide Nationen an die Beilegung ihrer Grenzkonflikte und steht als Symbol für diplomatische Lösungen statt militärischer Auseinandersetzungen. Besucher aus beiden Ländern kommen hierher, um die Freundschaft zwischen den Nachbarstaaten zu würdigen und die Bedeutung friedlicher Koexistenz zu reflektieren. Die Statue wird von beiden Regierungen als wichtiges Symbol der bilateralen Beziehungen betrachtet und regelmäßig bei offiziellen Anlässen erwähnt.
Der Zugang zum Monument erfordert eine neun Kilometer lange Fahrt vom Dorf Las Cuevas und ist nur während der Sommermonate aufgrund der Wetterbedingungen möglich. Die Straße zum Pass ist unbefestigt und erfordert ein robustes Fahrzeug, da sie steile Serpentinen mit schmalen Abschnitten aufweist. Warme Kleidung ist unerlässlich, da die Temperaturen selbst im Sommer kühl bleiben und starke Winde häufig auftreten. Besucher sollten früh am Tag anreisen, um Nachmittagsstürme zu vermeiden, und ausreichend Wasser mitbringen, da es keine Einrichtungen vor Ort gibt.
Der Bildhauer verwendete geschmolzenes Metall von Kanonen beider Armeen für die Statue, wobei vier Tonnen Bronze aus militärischen Waffen gewonnen wurden. Eine Reparatur im Jahr 1993 war notwendig, nachdem extreme Temperaturen von minus 30 Grad Celsius das Kreuz beschädigt hatten. Die Inschrift am Sockel wurde vom chilenischen Historiker und Dichter Enrique Molina verfasst. Das Gewicht der gesamten Konstruktion beträgt über sechs Tonnen, und der Transport der Teile zum Berggipfel erforderte mehrere Wochen mit Maultieren und Ochsenkarren.
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